Immobilie in München privat verkaufen oder mit Makler?

GEORGI Immobilien · München

Immobilie in München privat verkaufen oder mit Makler?

Immobilie in München privat oder mit Makler verkaufen? Georgi Immobilien erläutert Kosten, Zeitaufwand, Unterlagen und die wichtigsten Entscheidungskriterien.

Wohnimmobilie in München – privat oder mit Makler verkaufen

Ein Privatverkauf in München spart eine vereinbarte Verkäuferprovision – beispielsweise 3,57 % bei einer hälftig geteilten Gesamtcourtage von 7,14 %. Die Höhe ist verhandelbar, nicht gesetzlich festgelegt. Der Privatverkauf fordert Eigenaufwand, Marktkenntnis und juristische Sorgfalt. Professionelle Vermittlung kann insbesondere bei komplexen Immobilien oder Zeitmangel sinnvoll sein; ein Mehrerlös, der die Provision ausgleicht, ist jedoch nicht garantiert.

Detaillierte Kostenbetrachtung: Bei einem Kaufpreis von 500.000 Euro und einer vereinbarten Verkäuferprovision von 3,57 % fallen 17.850 Euro an. Entscheidend für den Vergleich sind der tatsächlich erzielbare Verkaufspreis, die Kosten und der eigene Zeitaufwand. Ein bestimmter Mehrerlös durch die Einschaltung eines Maklers lässt sich nicht pauschal zusagen.

Der Verkauf einer Eigentumswohnung, eines Einfamilienhauses oder eines Mehrfamilienhauses im Großraum München zählt für die meisten Eigentümer zu den wichtigsten finanziellen Entscheidungen ihres Lebens. Auf dem Münchener Immobilienmarkt geht es neben beachtlichen Vermögenswerten insbesondere um eine zentrale Frage: Stellen Sie den Verkauf privat auf die Beine, um die Courtage zu sparen, oder ziehen Sie einen erfahrenen Immobilienfachmann hinzu, um potenzielle Risiken zu minimieren und das höchste Ergebnis zu erreichen?

Der private Immobilienverkauf wirkt auf den ersten Blick verlockend. Möchte man jedoch das Klumpenrisiko im eigenen Vermögensportfolio reduzieren, wird schnell klar: Der Münchener Markt duldet keine Dilettantenfehler. Angefangen bei der passenden Käuferansprache, über die Fallstricke der Sachmängelhaftung bis hin zur geschickten Verhandlungsführung sind fundierte Marktkenntnis und absolute Prozesssicherheit entscheidend für den tatsächlich erzielten Nettoerlös.

Georgi Immobilien unterstützt seit vielen Jahren Eigentümer von Häusern und Wohnungen in München und Umgebung. Wir sind überzeugt: Ein Verkauf dreht sich nicht ausschließlich um das Gebäude, sondern um die Menschen dahinter, deren Planungssicherheit und den Beginn neuer Lebensabschnitte. Die nachfolgenden fünf Kriterien dienen Ihnen als fundierte Entscheidungshilfe.

Zum Stand: Juli 2026 zeigt der Immobilienmarkt in München eine vielschichtige Entwicklung. Die Käufernachfrage gewinnt wieder an Dynamik, insbesondere in vorteilhaft angebundenen Quartieren und bei Objekten, welche die gegenwärtigen Markterwartungen erfüllen.

1. Kosten und die Provision in Deutschland

Ein zentrales Argument für den Privatverkauf ist die Vermeidung einer Verkäuferprovision. Wird ein Makler beim Verkauf einer Wohnung oder eines Einfamilienhauses an einen Verbraucher für beide Vertragsparteien entgeltlich tätig, müssen sich beide in gleicher Höhe verpflichten (§ 656c BGB). Die konkrete Kostenverteilung hängt vom Maklervertrag und den gesetzlichen Voraussetzungen ab.

Eine mögliche Vereinbarung ist eine Gesamtcourtage von 7,14 % des Kaufpreises einschließlich Mehrwertsteuer. Bei hälftiger Aufteilung entfallen dann jeweils 3,57 % auf Verkäufer und Käufer. Diese Prozentsätze sind ein Rechenbeispiel und kein gesetzlicher Tarif.

Warum erreichen Makler oft höhere Verkaufspreise?

  1. Zielgruppenanalyse: Fachleute erkennen, ob Ihr Objekt für Selbstnutzer oder Kapitalanleger optimal ist.
  2. Professionelle Darstellung: Hochwertige Fotografie, Drohnenbilder und virtuelle Rundgänge.
  3. Gezielte Bieterprozesse: Geschickte Verhandlungsführung bei mehreren Kaufinteressenten.
  4. Markt-Timing: Der Verkauf zur bestmöglichen Zeit (z.B. im Frühjahr, vor Beginn des Schuljahres).
  5. Emotionale Neutralität: Objektive Verhandlungen ohne persönliche Bindungen.

Praxis-Einblick: Was Verkaufsrealitäten offenbaren

Wir stellen immer wieder fest: Immobilienangebote, die mit dem Vermerk „provisionsfrei von privat“ versehen sind, richten sich oft an Interessenten, die explizit nach Preisnachlässen suchen und harte Verhandlungen führen. Die anfallenden Maklerkosten werden durch eine professionelle Marktstrategie häufig wieder ausgeglichen.

Ob die professionelle Vermarktung die Maklerkosten durch einen höheren Erlös ausgleicht, hängt vom konkreten Objekt, der Nachfrage und den Verhandlungen ab. Vergleichen Sie deshalb den voraussichtlichen Nettoerlös und den Leistungsumfang, statt einen pauschalen Preisvorteil vorauszusetzen.

2. Marktübersicht: Bewertung fernab des Bauchgefühls

Nach den Zinsanpassungen der letzten Jahre hat sich der Immobilienmarkt in München stark ausdifferenziert. Die Erfolgsaussichten eines Verkaufs gründen nicht auf Wünschen oder historischen Erwerbspreisen, sondern ausschließlich auf Angebot, Nachfrage, dem energetischen Zustand und der Mikrolage.

Während ansprechend gepflegte oder bereits sanierte Immobilien in den begehrten Münchener Lagen eine gleichbleibend hohe Nachfrage genießen, reagieren Kaufinteressenten bei sanierungsbedürftigen Objekten mit merklichen Preisabschlägen.

Wer ohne datenbasierte Wertanalyse mit einem überhöhten Wunschpreis in den Markt eintritt, riskiert eine „Verbrennung“ der Immobilie: Bleibt ein Objekt monatelang auf den Portalen sichtbar, entsteht bei potenziellen Käufern der Eindruck eines Ladenhüters. Die Konsequenz sind nachträgliche Preiszugeständnisse, die häufig deutlich unter dem tatsächlichen Verkehrswert angesiedelt sind.

3. Der Zeitfaktor: Aufwand beim privaten Verkauf

Die Veräußerung einer Immobilie ist selten eine Angelegenheit, die sich bequem nach Feierabend erledigen lässt. Wer sich für den Privatverkauf entscheidet, sollte mit einem beträchtlichen zeitlichen Einsatz rechnen, der sich durchaus über mehrere Monate hinziehen kann.

Die notwendige Arbeitsleistung:

  • Beschaffung sämtlicher Unterlagen: Grundbuchauszug, Flurkarte, Bauakten, Teilungserklärung, Energieausweis.
  • Markt- und Objektbewertung: Ermittlung eines belastbaren und marktgerechten Angebotspreises.
  • Professionelle Vermarktung: Hochwertiges Bildmaterial, ein rechtssicheres Exposé und gezielte Anzeigenschaltung.
  • Anfragen- und Interessentenmanagement: Überprüfung von Erstkontakten, Aussortieren unqualifizierter Anfragen.
  • Durchführung der Besichtigungen: Terminabstimmung, Organisation vor Ort und die notwendige Nachbereitung.
  • Verhandlung bis Notartermin: Bonitätsprüfung der Käufer, finale Abstimmung des Kaufvertragsentwurfs.

Häufige Zeitfresser beim privaten Verkauf

  1. Ungefilterte Anfragen: Viele Kontakte sind ohne echte Kaufabsicht oder Bonität.
  2. Wochenendtermine für Besichtigungen: Ihre Freizeit wird stark eingeschränkt.
  3. Kaufinteressenten ohne Bonitätsnachweis: Bedeutender und frustrierender Zeitverlust.
  4. Fehlende oder unvollständige Unterlagen: Der Notartermin kann nicht stattfinden.
  5. Forderung nach Nachverhandlungen: Gutachten veranlassen Käufer zu Preisreduktionen.

Die Rückmeldungen von Privatverkäufern belegen, dass zahlreiche Anfragen ohne ernsthaftes Kaufinteresse oder gesicherte Finanzierung eintreffen, was zu erheblichem Zeitverlust führt. Qualifizierte Kaufinteressenten finden sich dabei oft erst nach langwieriger Suche oder durch die Unterstützung einer professionellen Vermittlung.

Welche Leistungen erbringt ein Makler umfassend?

  1. Komplette Beschaffung aller behördlich relevanter Unterlagen.
  2. Erstellung eines professionellen Fotoshootings und des Exposés.
  3. Umfassende Vorqualifizierung aller potenziellen Interessenten (mit Finanzierungsnachweis).
  4. Eigenständige Organisation und Durchführung sämtlicher Besichtigungen.
  5. Verhandlungsführung bis zum erfolgreichen Abschluss beim Notartermin.
  6. Koordination aller Beteiligten: Notar, Bank und Kaufpartei.

Ihre gewonnene Zeit: Der wesentliche Teil des Aufwands entfällt.

4. Marketingstrategie: Selbstnutzer oder Investoren

Der Immobilienmarkt in München spricht zwei gänzlich verschiedene Zielgruppen an, welche jeweils eine maßgeschneiderte Kommunikationsstrategie benötigen:

  • Für Kapitalanleger & Investoren stehen objektive monetäre Kennziffern im Vordergrund: der Kaufpreisfaktor (Vervielfältiger), die Mietrendite, der Erhaltungszustand der Instandhaltungsrücklage und die Cashflow-Perspektive.
  • Eigennutzer treffen ihre Wahl maßgeblich auf emotionaler Basis. Wichtig sind Lichtverhältnisse, die Flexibilität des Grundrisses, das Wohngefühl und die Infrastruktur des Viertels.

Ein häufiges Versäumnis: Die unzureichende Prüfung der Käuferbonität.

Ein wiederkehrendes Problem ist, dass Verkäufer viel Zeit für Vorbereitung und Besichtigungen aufwenden, ehe sie erfahren, dass Interessenten keine feste Finanzierungszusage haben.

Die Lösung durch einen Makler:

  1. Obligatorische Selbstauskunft vor dem Vor-Ort-Termin.
  2. Erforderliche Finanzierungszusage der Bank.
  3. Bei Investoren: Nachweis des Eigenkapitals.
  4. Check der Bonität via Schufa (mit Zustimmung).

Eine sorgfältige Vorqualifizierung kann unnötige Besichtigungstermine reduzieren. Wie viele Termine tatsächlich erforderlich sind, hängt vom Objekt und von der Nachfrage ab.

5. Dokumente & Gewährleistungspflicht

Lückenlose Dokumente sind unverzichtbar für die notarielle Beurkundung und die Darlehenszusage der Bank des Käufers. Falls dem Notar unvollständige Informationen vorliegen oder wesentliche Unterlagen, wie die Teilungserklärung für Eigentumswohnungen, nicht pünktlich eingereicht werden, können wertvolle Wochen verloren gehen.

Juristische Risiken & Gewährleistungspflichten

Obwohl Privatpersonen im Kaufvertrag standardmäßig den Ausschluss der Gewährleistung für Sachmängel („gekauft wie besehen“) vereinbaren, bietet diese Klausel keinen Schutz bei vorsätzlich verschwiegenen Defekten.

Es ist unerlässlich, dem Kaufinteressenten alle bekannten Mängel der Immobilie transparent darzulegen. Werden ferner die gesetzlich vorgeschriebenen Angaben gemäß Gebäudeenergiegesetz (GEG) im Immobilieninserat nicht aufgeführt – etwa zum Endenergieverbrauch oder dem verwendeten Energieträger –, können Bußgelder von bis zu 15.000 Euro verhängt werden.

Welche Aufgaben erledigt ein Makler bezüglich der Dokumente?

  1. Sorgt für die vollständige Beschaffung aller benötigten Dokumente.
  2. Überprüft diese auf Vollständigkeit und Aktualität.
  3. Erstellt rechtlich korrekte Anzeigentexte (gemäß GEG).
  4. Koordiniert Abläufe mit Notar und Hausverwaltung.
  5. Klärt über Vorkaufsrechte und Besonderheiten auf.

Checkliste: Eigenregie oder Makler?

Kriterium Eigenregie (Privat) Mit Immobilienmakler
Zeitbudget Flexible Zeitfenster für Anfragen und Besichtigungen vorhanden. Vollständige Entlastung im gesamten Verkaufsprozess.
Marktkenntnis Detaillierte Kenntnis der Preise im jeweiligen Münchener Stadtviertel. Fundiertes Marktwissen und professionelle Einwertung.
Unterlagen Alle Unterlagen liegen vor oder werden selbst besorgt. Beschaffung und rechtliche Prüfung aller behördlichen Dokumente.
Verhandlung Erfahren im Führen harter Preis- und Zielgruppenverhandlungen. Professionelle und neutrale Verhandlungsführung zum Bestpreis.
Sicherheit Eigenes Haftungsrisiko bei Formfehlern oder Käuferausfall. Strukturierte, rechtssichere Abwicklung bis zur Übergabe.

Checkliste: Eignung für den privaten Verkauf?

Geben Sie eine ehrliche Antwort:

  1. Ich verfüge über ausreichend Zeit für den gesamten Verkaufsprozess.
  2. Ich kann Besichtigungstermine flexibel, auch tagsüber und am Wochenende, anbieten.
  3. Die aktuellen Verkaufspreise in meinem Viertel sind mir bekannt.
  4. Ich bin fähig, professionelle Immobilienfotos zu erstellen oder in Auftrag zu geben.
  5. Ich kann emotionale Distanz wahren und das Objekt als ‚Immobilie, nicht Lebenswerk‘ betrachten.
  6. Ich bin verhandlungssicher und in der Lage, auch aggressive Angebote kompetent abzuwehren.
  7. Die Offenbarungspflichten sowie rechtliche Risiken sind mir vertraut.
  8. Mein vorhandener Energieausweis ist gültig.
  9. Alle notwendigen Unterlagen liegen mir vollständig vor.
  10. Ich bin in der Lage, die Bonität der Käufer eigenständig zu prüfen oder traue mir dies zu.

Analyse der Sachlage:

  • 8-10 Haken: Ein Privatverkauf ist möglich, aber sehr zeitaufwendig.
  • 5-7 Haken: Vorsicht geboten, da das Fehlerrisiko hoch ist.
  • Weniger als 5 Haken: Ein Makler ist unbedingt zu beauftragen.

Zusammenfassung & Verkaufsempfehlung für München

Der private Immobilienverkauf in München ist prinzipiell realisierbar, vorausgesetzt, Sie investieren die erforderliche Zeit, verfügen über eine präzise Markteinschätzung und agieren mit der nötigen rechtlichen Umsicht.

Wenn Sie den Prozessaufwand reduzieren und Risiken besser einschätzen möchten, ist professionelle Unterstützung ratsam. Georgi Immobilien unterstützt Sie in München mit lokaler Marktkenntnis, transparenter Beratung und passenden Verkaufskonzepten. Ein Maklerauftrag schließt die eigenen Haftungsrisiken jedoch nicht vollständig aus.

Immobilienverkauf München: Häufige Fragen (FAQ)

Antworten zum Immobilienverkauf

Die nachstehenden Erläuterungen fassen die essenziellen Fragen prägnant zusammen.

Durchschnittliche Verkaufsdauer einer Immobilie in München?

Ohne vorbereitete Unterlagen verzögert sich der private Verkaufsprozess häufig. Ein professioneller Makler mit strukturiertem Vorgehen, aufbereiteten Dokumenten und einer Interessenten-Datenbank kann die Verkaufsdauer jedoch in der Regel erheblich verkürzen.

Sanktionen bei Fehlern im Energieausweis?

Die Pflichtangaben für Immobilienanzeigen regelt § 87 des Gebäudeenergierechts, sofern zum Zeitpunkt der Anzeige ein Energieausweis vorliegt. Vorlage und Übergabe richten sich nach § 80. Verstöße können als Ordnungswidrigkeit geahndet werden; maßgeblich sind der konkrete Tatbestand und die geltende Gesetzesfassung.

Kündigung eines Maklervertrags bei Unzufriedenheit möglich?

Ja, typische Makleralleinaufträge sind zeitlich begrenzt. Bei erheblichen Pflichtverletzungen besteht zudem ein Recht zur außerordentlichen Kündigung. Seriöse Makler gewährleisten Transparenz und informieren Sie fortlaufend über sämtliche Fortschritte.

Was kostet ein Makler beim Hausverkauf?

In Bayern beläuft sich die Maklerprovision bei einem festgelegten Verkaufspreis oft auf 3,57 % inklusive Mehrwertsteuer, zahlbar von jeder Vertragspartei. Bei einem angenommenen Kaufpreis von beispielsweise 500.000 Euro bedeutet dies für Verkäufer und Käufer jeweils einen Betrag von 17.850 Euro. Die Zahlung der Provision wird üblicherweise erst dann fällig, wenn der Kaufvertrag notariell beurkundet und der Verkauf somit rechtskräftig abgeschlossen ist.

Welche Provisionen sind beim Immobilienverkauf über einen Makler zu erwarten?

Selbst bei Immobilien im geringeren Preissegment kann die Hinzuziehung eines Maklers finanziell vorteilhaft sein. Dank einer professionellen Vermarktung, einer fundierten Preisstrategie und versierten Verhandlungen gelingt es Maklern oft, einen höheren Verkaufspreis zu erzielen. Gleichzeitig entfällt für Eigentümer ein erheblicher Zeitaufwand, der für Besichtigungen, die Kommunikation mit Interessenten und die gesamte administrative Verkaufsabwicklung anfallen würde.

Welche Dokumente sind für den erfolgreichen Immobilienverkauf erforderlich?

Zur Abwicklung eines Immobilienverkaufs sind diverse Dokumente unverzichtbar. Hierzu zählen beispielsweise ein aktueller Grundbuchauszug, die zugehörige Flurkarte, ein gültiger Energieausweis und sämtliche Bauunterlagen. Handelt es sich um eine Eigentumswohnung, sind ergänzend die Teilungserklärung, sämtliche Protokolle der Eigentümerversammlungen sowie die aktuellen Hausgeldabrechnungen vorzulegen. Für die Zusammenstellung dieser Dokumente sollten Verkäufer, je nach Art, eine Beschaffungszeit von einer bis vier Wochen einkalkulieren.

Was sind die Konsequenzen, wenn ein Energieausweis fehlt?

Ein Energieausweis mit aktuellem Gültigkeitsdatum ist für den Großteil aller Immobilienverkäufe per Gesetz verpflichtend. Schon in der Verkaufsanzeige müssen spezifische Energiekennwerte offengelegt werden. Falls bei einem Besichtigungstermin kein Energieausweis vorgezeigt werden kann oder obligatorische Angaben nicht vorhanden sind, drohen gemäß Gebäudeenergiegesetz Sanktionen in Form eines Bußgeldes von bis zu 15.000 €.

Besteht die Möglichkeit, einen Maklervertrag zu beenden?

Die Möglichkeit zur Beendigung eines Maklervertrags richtet sich nach der festgelegten Vertragsart. Exklusivaufträge haben oft eine Laufzeit von drei bis sechs Monaten; danach laufen sie entweder von selbst aus oder können erneuert werden. Eine frühzeitige Vertragsauflösung ist gewöhnlich nur gestattet, falls der beauftragte Makler seine vertraglich zugesicherten Leistungen schwerwiegend missachtet. Kompetente Makler gewährleisten eine konstante Kommunikation mit ihren Auftraggebern über den jeweiligen Fortschritt der Vermarktung.

Wie finde ich den passenden Veräußerungspreis für meine Immobilie in München?

Ein realitätsnaher Angebotspreis spielt eine zentrale Rolle für das Gelingen eines Immobilienverkaufs. Eigentümer haben die Möglichkeit, sich an vorhandenen Bodenrichtwerten, ähnlichen Vergleichsobjekten sowie fundierten Immobilienbewertungen zu orientieren. Es empfiehlt sich, diverse kostenlose Einschätzungen des Marktwerts einzuholen und diese gegenüberzustellen. Ein überhöht angesetzter Preis führt oft dazu, dass ein Objekt überflüssig lange auf dem Markt verweilt und letztlich nur mit Preisminderungen veräußert werden kann.

Fallen beim Veräußern eines Objekts in München Steuern an?

Beachten Sie (potenzielle Einkommensteuer): Veräußern Sie eine geerbte Immobilie, so kann die steuerliche Historie des Erblassers von Bedeutung sein. Die Frage, ob ein Veräußerungsgewinn der Einkommensteuer unterliegt, hängt maßgeblich vom ursprünglichen Zeitpunkt des Erwerbs sowie von der bisherigen Nutzungsart ab. Es ist ratsam, die Gegebenheiten vor dem Verkauf auf Basis der verfügbaren Dokumente steuerrechtlich klären zu lassen.

Welche Konsequenzen ergeben sich bei einem Käuferrücktritt nach Vertragsabschluss?

Nachdem ein Immobilienkaufvertrag notariell beurkundet wurde, erlangt er prinzipiell rechtliche Gültigkeit. Ein Rückzug von diesem Vertrag ist lediglich in Ausnahmesituationen gestattet; dies umfasst etwa das Eintreten eines vertraglich festgelegten Finanzierungsvorbehalts oder das Fehlen unerlässlicher behördlicher Genehmigungen. Sollte der Erwerber die vereinbarte Zahlung ohne triftigen Anlass verweigern, können Forderungen auf Schadensersatz oder eine gerichtliche Klage zur Durchsetzung des Vertrags zur Anwendung kommen.

Wie hoch sind die Kosten für einen Makler bei der Veräußerung einer Immobilie?

Die Maklerkosten richten sich nach der vertraglich vereinbarten Provision und ihrer zulässigen Aufteilung. Bei einer Verkäuferprovision von 3,57 % einschließlich Mehrwertsteuer und einem Kaufpreis von 500.000 Euro wären es beispielsweise 17.850 Euro. Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchkosten sind davon getrennte Erwerbsnebenkosten.

Worin unterscheiden sich Verkehrswert und Marktwert?

Verkehrswert und Marktwert bezeichnen nach § 194 BauGB denselben Wert. Er wird für einen bestimmten Stichtag unter gewöhnlichen Marktbedingungen ermittelt. Davon zu unterscheiden sind der Angebotspreis und der tatsächlich vereinbarte Kaufpreis, die im Einzelfall höher oder niedriger ausfallen können.

Ist der Verkauf meiner Immobilie in München ohne Energieausweis gestattet?

Beim Verkauf besteht grundsätzlich eine Pflicht zur Vorlage eines Energieausweises spätestens bei der Besichtigung und zur Übergabe nach dem Kauf. Gesetzliche Ausnahmen sind anhand des konkreten Gebäudes zu prüfen. Die Pflichtangaben in kommerziellen Immobilienanzeigen regelt § 87, wenn ein Energieausweis bereits vorliegt. Aus einem fehlenden Ausweis folgt nicht automatisch die Unwirksamkeit des Kaufvertrags.

Wie gestaltet sich eine fachgerechte Immobilienbesichtigung?

Eine gelungene Besichtigung startet stets mit akribischer Vorbereitung. Ein gepflegtes und ordentliches Erscheinungsbild der Räumlichkeiten sowie die Behebung kleinerer Mängel schaffen eine vorteilhafte Atmosphäre. Im Verlauf des Termins werden Kaufinteressenten gezielt durch das Objekt geleitet, offene Fragen werden beantwortet und wichtige Dokumente präsentiert. Ein routinierter Immobilienmakler leitet dabei das Gespräch, thematisiert auch vorhandene Defizite transparent und überprüft schon im Vorfeld die finanzielle Solvenz potenzieller Erwerber.

Worum handelt es sich beim Bieterverfahren?

Im Rahmen eines Bieterverfahrens reichen mehrere potenzielle Käufer ihre Preisgebote innerhalb eines definierten Zeitraums ein. Diese Methode ist insbesondere für Immobilien in stark nachgefragten Gebieten oder für exklusive Objekte mit großem Interesse passend. Unter optimalen Bedingungen lässt sich hierdurch ein verbesserter Veräußerungspreis erzielen. Eine professionelle Strukturierung und die fachkundige Vermarktung sind dafür jedoch unabdingbar.

Wie identifiziere ich einen vertrauenswürdigen Immobilienmakler in München?

Sie identifizieren einen verlässlichen Immobilienmakler anhand von offengelegten Dienstleistungen und Gebühren, einer fundierten Kenntnis des Immobilienmarktes, plausiblen Preiseinschätzungen und einer eindeutigen Gesprächsführung. Überprüfen Sie darüber hinaus seine fachlichen Qualifikationen, die vorhandene Berufshaftpflichtversicherung, Referenzen sowie den Maklervertrag. Lassen Sie sich außerdem die konkrete Vorgehensweise, den Marketingplan und Ihre direkten Kontaktpersonen detailliert darlegen.

Quellen